DDR-Linoleum

Auf dem Christopher-Street-Day am vergangenen Samstag habe ich endlich herausgefunden, warum es in DDR-Gebäuden früher immer so gestunken hat. Es lag am Linoleum! Und das kam so:
In der Kinderbastel-Ecke der Schwulen- und Lesben-Party auf dem 17. Juni konnten Groß und Klein Linolschnitte anfertigen. Dumm gefragt, aus was denn das Material bestünde, womit gedruckt wurde, antwortete der hilfsbereite Hobby-Anleiter: „Altes DDR-Linoleum“. Ich roch daran, und – ganz klar – es stank wie früher und manchmal heute noch im Osten. So ritzten wir mit angehaltenem Atem Fernsehtürme und Sonnen in die Stücke aus Fußbodenbelag, bemalten sie mit bunten Farben und bedruckten ein Blatt schöner als das andere. Im Hintergrund wummerte Techno, Transen in knappen Korsetts stolzierten vorbei und am Stand der Berliner Samenbank nebenan gab´s gasgefüllte Ballons, zum Glück ohne Werbeaufdruck.

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