Mehr Freiheit für´s Gemüse

Im Bio-Anbau herrscht Zucht und Ordnung. Kontrolliert und schwer bewacht, damit es Zertifizierungen wie Demeter, Bioland, Neuland etc. genügt. Doch wie wäre es, wenn man das Grünzeugs einfach mal nach Lust und Laune wachsen ließe? Wein aus wilden Reben ist ja unter Winzern gerade der neueste Schrei. Vielleicht also als nächstes wilder Salat, krumme Wiesengurken, Baumscheiben-Kohlrabi. Urban Gardening macht es schon vor: Glückliches Gemüse muss nicht immer biozertifiziert sein. Die Bohnen aus Nachbars Garten, gedüngt mit Pferdeäpfeln und Kaffeesatz, sind meistens die besten und: günstig! Der Berliner Wochenmarkt Dicke Linda (www.dicke-linda-markt.de) in Neukölln setzt genau auf diese Nische. Regional, aber nicht unbedingt Bio ist hier das Angebot. Auch der Potsdamer Markt am Bassinplatz mit vielen Kleinbauern versorgt mit günstigem, guten  Gemüse, ohne Aufpreis für ein Öko-Prädikat. Diese Art Märkte gibt es in der Provinz noch einige, und sie gilt es zu schützen. Denn nur so haben auch Betriebe, die zwar Bio produzieren, aber sich die Zertifizierung nicht leisten können oder wollen, eine Absatzchance. Und vielleicht demnächst ja auch mal wildes Wurzelgemüse.

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